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Es wäre allerdings wenig verwunderlich, sollte es ab nun öfters zu derartigen Zitterpartien wie zuletzt in Tschechien kommen — es scheint als habe Löw schon jetzt Lust auf teils wilde Experimente bekommen. Gegen die Tschechen agierte die DFB-Elf mit zwei Stürmern und zwei „Zehnern“.  

Die im zweiten Vorrundenspiel wartenden Belgier scheinen dann allerdings doch vor unvorhersehbaren Entwicklungen gefeit zu sein; der große Favorit auf den Gruppensieg dürfte nach dem Dafürhalten fast sämtlicher Experten in Moskau vor einem ungefährdeten Pflichtsieg stehen.

Um einiges galanter wurde danach aber schon gegen die „Grünen Falken“ ein mögliches Schützenfest ausgeschlagen.

Die Franzosen sollten aber auch noch aus einem anderen Grund gewarnt sein. Peru ist nur sehr schwer zu besiegen.

Declan Rice als Sechser und Jude Bellingham als Achter werden ihren Platz in der Zentrale wohl so gut wie sicher haben. Jordan Henderson, James Ward-Prowse und Kalvin Phillips – weite Strecken der Saison verletzt – sind die Backups.

„Ich stimme nicht zu, dass Hugo Lloris für Tottenham schlecht gespielt hat, aber Torhüter sind leichter zu gefährden als Feldspieler.  

In diesem Zeitraum wurden fünf gewonnen und fünf endeten mit einem Remis. In nur zwei davon gelang den Dänen kein Tor. Neben dem Hinspiel gegen Irland war dies im März in Rumänien der Fall.

Zwar konnten sich die Iberer gegen Ungarn, die Färöern, Lettland und Andorra klar durchsetzen, überzeugten aber nur selten und verloren sogar ihr Auftaktspiel gegen die Schweiz.

Nach dem Kracher gegen Rekordweltmeister Brasilien bekommt es die Schweiz im weiteren Verlauf der Vorrunde mit deutlich handelsüblicheren Gegnern zu tun.

Die Polen absolvierten nicht die nur die Qualifikation für diese Endrunde recht problemlos, sondern sie zeigten bei der EM 2016 auch, dass auf der großen Bühne mit ihnen gerechnet werden kann.

 Als Gruppenzweiter könnten die Dänen, wenn man den Wettanbietern Glauben schenken darf, auf Argentinien, die als Favorit auf den Gruppensieg gelten, treffen.  

Bild: Wie stehen die WM Chancen von Polen und Robert Lewandowski bei der Weltmeisterschaft 2022? (© NATALIA DOBRYSZCYCKA / AFP / picturedesk.com)

Das war allerdings noch, bevor die Briten bei der EM in Frankreich sensationell das Halbfinale erreichten. Inzwischen besteht wohl kaum mehr ein Zweifel daran, dass es sich bei Wales um den absoluten Favoriten auf den Gruppensieg handelt.

Die Weltmeisterschaft ist also nicht der beste Nährboden für England. Umso größer waren die Hoffnungen, welche die Fans in Gareth Southgate gesteckt haben.

Allerdings konnten die Schweden in Auswärtsspielen der Gruppenphase nicht wirklich überzeugen. Ausgerechnet bei den drei stärksten Gruppengegnern – Frankreich, Niederlande und Bulgarien — setzte es jeweils eine Niederlage. Nur in Weißrussland und in Luxemburg konnte Schweden gewinnen.

 Schließlich dient National-Torhüter Essam El-Hadary als Blaupause für ein solches. Eigentlich hatte er 2013 seine Karriere in der ägyptischen Nationalmannschaftb ereits für beendet erklärt, doch dann ließ er sich doch noch zu einem Comeback überreden.  

So setzte es bei der letzten EM das K.o. im Achtelfinale gegen den Underdog aus Island.

Dann nämlich ist im Millenium Stadion, wie die in die Jahre gekommene Arena auch genannt wird, kein geringerer als der einstige Kolonialherr England zu Gast.

Nachdem die Niederländer sich bereits bei der EM 2016 in Frankreich mit der Zuschauerrolle begnügen müssten, könnte ihnen dieses Schicksal auch bei der kommenden WM 2018 in Russland bevorstehen.

Selbst ein angenommener Erfolg im Auftaktspiel droht jedoch schon anlässlich des zweiten Vorrunden-Auftritts wieder gründlich relativiert zu werden; gegen die wiedererstarkten Spanier wird vermutlich auch die im Vorfeld so stark agierende Defensive über kurz oder lang an ihre Grenzen geführt.

 Mit dem erstmaligen Gewinn der Afrikameisterschaft im Jahre 2002 wurden die drei WM-Abstecher sogar noch einmal zusätzlich veredelt — dank dieses eingefahrenen Titels mutet es alles andere als übertrieben an, hier von einer goldenen Generation zu sprechen.  

Am Ende des Tages zählen aber bekanntlich ausschließlich die errungenen Punkte und von diesen gab es im laufenden Bewerb einfach viel zu wenige; was auch nicht sonderlich verwundert, angesichts der Tatsache, dass die Koller-Elf nur zwei Siege in den letzten 13 Länderspielen einfahren konnte.

Bekanntlich hat sich in der österreichischen Hauptstadt eine große serbische Community angesiedelt, die sich die Chance, das Nationalteam live ansehen zu können, wohl kaum entgehen lassen wird. Das Auswärtsspiel könnte folglich zum stimmungsvollen Heimmatch für die serbische Auswahl mutieren — erst recht, nachdem sich der Ansturm der ÖFB-Fans wohl in Grenzen halten wird.

Passenderweise scheint auch Trainer Age Hareide aus einem ganz ähnlichen Holz geschnitzt zu sein, der sich offensichtlich etwas befangener als viele seiner Kollegen auf die abenteuerliche Reise nach Russland begibt.

Beginn der Sendung: 16:20 Uhr Moderation:Jessy Wellmer Experten: Almuth Schult, Thomas Hitzlsperger, Sami Khedira Kommentator: Tom Bartels

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